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Oldtimer IG unterwegs - Sommerausfahrt "Die Vierte"!

Beigetragen von uwe.s am Aug 29, 2020 - 08:34 AM

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Text und Fotos: Karin & Jens Riesberg | Nachdem in diesem Jahr (Corona bedingt) kaum Oldtimer-Treffen stattfinden konnten bzw. durften, haben wir uns sehr gefreut, dass die diesjährige Sommerausfahrt der Oldtimer IG tatsächlich durchgeführt werden konnte. Vorab daher ein großes Lob und Dankeschön an die Organisatoren Michael und Fritz, dass sie dies in dieser doch schwierigen Zeit möglich gemacht haben.

Am Freitagmorgen (21.08.2020) trafen sich 10 Fahrzeuge der Oldtimer IG samt Besatzung am Harderberg, um in ein ereignisreiches Wochenende zu starten. Hervorzuheben war hierbei die Tatsache, dass die Hälfte der Fahrzeuge schon über 50 Jahre alt war. Der Streckenverlauf war aufwändig ausgearbeitet und führte ausschließlich über wenig befahrene und landschaftlich reizvolle Nebenstrecken. Bei sonnigen 28 Grad erreichten wir über Melle, Herford und Höxter unser erstes Zwischenziel: Einen Gasthof hoch über der Weser in dem kleinen Ort Fürstenberg. Dort erwartete uns neben unserem vorbestellten Mittagessen ein herrlicher Ausblick auf die Weser und das Weserbergland....

Gut gestärkt führte uns die Route nun weiter durch das schöne Wesertal vorbei an der historischen Stadt Hann. Münden, in der die Weser ihren Ursprung hat, durch Eschwege bis hin nach Meinhard. Hoch über der Gemeinde Meinhard gelegen, hatte uns unsere “Reiseleitung” im Hotel Kochsberg untergebracht. Vom “Biergarten” des Hotels (in dem es übrigens auch sehr leckeren Wein gab) hatte man einen phantastischen Ausblick auf das Werratal, Eschwege und die Höhenzüge des Meißner. Das Hotel gehört zum Verbund der “Embrace Hotels” und ermöglicht es Menschen mit Handicap, einen Beruf in der Gastronomie bzw. im Hotelgewerbe zu erlernen und auszuüben. Wir waren überrascht und zugleich auch begeistert von diesem tollen Konzept. Trotz der Corona bedingten Auflagen haben wir uns im Hotel Kochsberg sehr wohl gefühlt.

Am Samstag den 22.08.2020 brachen wir auf zu einem Ausflug auf die Wartburg und nach Eisenach. Die Fahrt zur Wartburg führte uns über kurvige Strecken durch das hessische bzw. thüringische Bergland. Hin und wieder ließ sich hierbei das “Führungsduo” (ein MG B und ein Glass 1004) dazu verleiten, die Kurven und Serpentinen etwas “sportlicher” anzugehen. Nach Auskunft des Glass-Fahrers ist es erforderlich, dass bei einem solchen Fahrzeug hin und wieder mal “der Staub von den Kolben geblasen werden muss”. Selbstverständlich alles im Rahmen der StVO.

Die Wartburg, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, war schließlich der Höhepunkt unserer Tour. Dieses Bauwerk mit seiner spannenden Geschichte hat alle tief beeindruckt. Auch die unterhalb der Burg gelegene Stadt Eisenach ist sehr interessant und war uns daher einen kleinen Abstecher wert.

Da es noch recht früh am Tag war, beschlossen wir spontan, uns die Gedenkstätte Katharinenturm anzusehen. Der harmlose Name “Katharinenturm” täuscht allerdings – es handelt sich hierbei um einen Grenzturm an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Wenn man darüber nachdenkt, dass hier vor etwas mehr als 30 Jahren noch “scharf geschossen” wurde, läuft es jedem Besucher der Gedenkstätte wohl kalt den Rücken runter. Wie gut, dass diese Zeiten vorbei sind...

Laut Ausschilderung sollte der Turm übrigens in 1,7 km “Entfernung” (Fußmarsch) zum Parkplatz stehen – wir vermuten aber eher, dass das “Komma” zwischen der 1 und der 7 nachträglich von irgendeinem “Witzbold” ins Schild geritzt wurde... Dieser ewig lange Fußmarsch zur Gedenkstätte war so nicht eingeplant, hat sich aber gelohnt und tat nach der langen Autofahrt eigentlich auch ganz gut.

Der Abend fand wieder einen geselligen und lustigen Abschluss auf der Aussichtsterrasse des Hotels. Nebenbei konnten wir noch einem frisch vermählten Hochzeitspaar vor dem Hotel einen Oldtimer für ein Fotoshooting spendieren. Diese staunten nicht schlecht und rieben sich verwundert die Augen, als sie sahen, dass das von ihnen gewählte “rote Auto” ein “Toyota Corona” war. Dieses Bild des Hochzeitspaares vor einer Corona – mitten in der Corona-Pandemie – dürfte wohl allen unvergessen bleiben.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich der Tross am Sonntag, 23.08.2020, wieder auf den Heimweg. Dieser führte über Göttingen, Bodenwerder, Bad Münder, Stadthagen und Bohmte zurück ins Osnabrücker Land. Zum Abschluss der 3tägigen Reise kehrten wir – wie auch schon in den Vorjahren – im Restaurant “Waldesruh” am Harderberg zum “Schnitzelessen” ein.

Es war wieder einmal eine sehr gelungene Ausfahrt, perfekt organisiert, mit toller Streckenführung, interessanten Orten und einer tollen Gemeinschaft. Auch Petrus schien gefallen an dieser Tour gehabt zu haben und ließ die alten Fahrzeuge “nicht (allzu oft) im Regen stehen”. Die knapp 700 Kilometer lange Tour hat uns mal wieder gezeigt, wie viel Spaß das Reisen in einem Oldtimer macht.

Wir freuen uns schon jetzt auf die IG-Ausfahrt 2021, die uns voraussichtlich in den “hohen Norden” führen wird.

 

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