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1. Classic Days Osnabrück/Münster

Beigetragen von uwe.s am Oct 13, 2021 - 08:37 AM

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Text: Marc Haselof, Fotos: Matthias Werner, Karin Riesberg, Uwe Schmidt |  Vom 24. Bis zum 26. September fand die 1. Auflage der Classic Days Osnabrück/Münster statt. Eine dreitägige Veranstaltung mit wunderschönen Oldtimern, zwei Tage Rallye durch das schöne Osnabrücker Land und einen Abend im Alando Ballhaus, da konnten wir selbstverständlich nicht widerstehen und haben uns gleich angemeldet.

Hier ein kurzer persönlicher Erfahrungsbericht der ersten Classic Days...

 

 

Freitag der 24. September 

 

Am Nachmittag gab es das erste Treffen am Nettedrom. Nachdem die Anmeldeformalitäten (Impfstatus etc.) schnell und unkompliziert erledigt wurden gab es eine schicke Tasche mit dem Roadbook, dem Programmheft und einigen netten und nützlichen Geschenken. Nach erfolgreicher Abnahme der technischen Prüfung durften wir unsere Startnummern am Auto befestigen. Der Parkplatz füllte sich und wir nutzen die Gelegenheit die schönen Autos zu bewundern. Schnell kamen wir mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch. Nach einigen kurzweiligen Ansprachen und den Informationen für die nächsten Tage ging es ins Nettedrom. Hier gab es die Möglichkeit für alle Teilnehmer nach einer kurzen Einweisung die Kartbahn zu erkunden. Den ganzen Abend über durfte man immer wieder sein fahrerisches Können unter Beweis stellen und um neue Bestzeiten kämpfen. Da sportliche Herausforderungen bekanntlich den Appetit anregen gab es zur Stärkung ein Buffet im oberen Stockwerk in den Räumlichkeiten der Burger Biene. Leckere Burger, Pommes und Salat. Und zum Nachtisch ein opulentes Obstbuffet einschließlich Schokobrunnen. Es wurden wie auch schon draußen auf dem Parkplatz Getränke zur Erfrischung gereicht. Und da es für uns die erste gemeinsame Rallye war und meine Freundin noch nie ein Roadbook gesehen hatte, fanden sich sehr nette Mitfahrer, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Nach einem schönen ersten Abend ging es für uns nach Hause um im Schlaf Kraft für den morgigen Tag zu sammeln.

 

 

 

Samstag der 25. September 

 

Heute hieß es früh aufstehen um rechtzeitig zur Fahrerbesprechung am Nettedrom zu sein. Nach einer kurzen Besprechung mit den letzten Anweisungen für den heutigen Tag nahmen wir Aufstellung vor der Ziellinie. Wir durften mit unserer Cobra von der Pole Position starten und machten uns als erste auf den Weg. Das Roadbook führte uns durch das schöne Nettetal Richtung Ostercappeln, wo auf dem Kirchplatz die erste Prüfung auf uns wartete. Weiter ging es bei wunderschönem Wetter durch ausgesuchte Straßen Richtung Solarlux in Melle. Auch hier gab es wieder eine Prüfung zu bestehen. Vor einem Gatter musste man vorwärts und rückwärts möglichst nahe an die Absperrung heranfahren ohne diese zu berühren. Zur Belohnung warteten im Firmengebäude heißer Kaffee, kühle Erfrischungen und belegte Brötchen auf uns. An den langen Tischen lernten wir weitere nette Mitfahrer kennen. Aber die nächste Etappe rief und so hieß es aufzubrechen und entlang der landschaftlich reizvollen Route nach Bad Essen weiter nach den Baumaffen Ausschau zu halten. Viele Anwohner entlang der Route hatten es sich mit Stühlen in ihren Vorgärten gemütlich gemacht und winkten uns zu. Auf dem schönen Kirchplatz in Bad Essen hieß es nicht nur sein fahrerisches Können unter Beweis zu stellen. Man musste außerdem schätzen wie alt die Kirche ist. Hier lagen wir sehr weit daneben. Aber wir hatten keine Zeit zum Trübsal blasen sondern machten uns gleich weiter auf den Weg Richtung Dümmer.

 

Hier hatte sich das Orga Team eine sehr amüsante Prüfung einfallen lassen. Bei der so genannten Tonnenprüfung musste man aus 50 Meter Entfernung den Abstand zwischen zwei Mülltonnen so exakt einschätzen, dass man noch gerade eben durchfahren konnte. Belohnt wurde man mit einem leichten Mittagessen mit Blick auf den See. Auch hier ergab sich wieder die Gelegenheit sich auszutauschen.

 

Die nächste Etappe führte uns zur Firma Stickelbroeck in Venne wo man sich eine sehr aufwendige Prüfung für uns ausgedacht hatte. Ein LKW mit angezogener Handbremse sollte abgeschleppt werden und wir mussten die benötigte Zugkraft schätzen. In strahlendem Sonnenschein durften wir uns aus der bereitgestellten Eistruhe bedienen. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. So gestärkt ging es zur letzten Etappe des heutigen Tages.

 

Unser Roadbook führte uns auf den Osnabrücker Rathausplatz wo uns eine überwältigende Kulisse erwartete. Zwischen den voll besetzten Straßencafés und etlichen Zuschauer hindurch führte uns der Weg zu einer Rampe vor dem historischen Rathaus. Bevor man die Zieldurchfahrt passieren durfte, gab es auf der Rampe noch einige Fragen zu beantworten. Die Rampe ermöglichte den Zuschauern eine tolle Sicht auf die Oldtimer, war jedoch etwas zu steil und bereitete so dem ein oder anderen Oldie doch einige Probleme. Unsere Cobra hat jedoch das kurze Battle mit der Rampe gewonnen und im Gegensatz zur Rampe die Abfahrt unbeschadet überstanden. Wir stellten unser Auto auf dem Domplatz ab und genossen nun als Zuschauer die Einfahrt der anderen Oldtimer auf dem Rathausplatz. 

 

Gerne wäre wir noch länger geblieben um die Stimmung zu genießen, aber es wartete noch der krönende Abschluss auf uns, der Galaabend im Ballhaus des Alando Palais. Trotz der wunderschönen Kulisse mussten die Teilnehmer sich nicht wie zunächst von uns befürchtet in Abendkleid und Smoking präsentieren. Im vornehmen Frack erschien jedoch Butler James, der uns äußert galant und mit Einlagen als Bauchredner sehr unterhaltend durch den Abend führte. Es gab einige Ansprachen und die Preisverleihung in den einzelnen Klassen. Zwischendurch wurden die Gänge des schmackhaften Menüs serviert. Im Anschluss an den offiziellen Teil saßen die Teilnehmer noch lange in gemütlicher Runde zusammen um sich auszutauschen. Müde und glücklich über die wunderschönen Erlebnisse machten wir uns auf den Heimweg.

 

 

Sonntag, der 26.September 2021

 

Wer feiern kann, kann auch Cobra fahren. Also trotz der kurzen Nacht schnell raus aus dem Bett und auf zum Nettedrom. Für das frühe Aufstehen wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Nachdem wir die Mitfahrer begrüßt hatten, ging es am Sonntag gemeinsam mit den Elektrofahrzeugen los.

 

Unser erstes Ziel war der Piesberg in Osnabrück. Dort warteten die für uns bekannten Gesichter der Oldtimer IG Osnabrück. Wie schön, dass nach der langen Zwangspause heute endlich wieder ein kleines Treffen stattfinden durfte. Auch die Teilnehmer von außerhalb waren von der tollen Kulisse und den schönen Fahrzeugen überaus angetan. Aber bevor wir die Umgebung genießen durften mussten wir zunächst die gestellte Aufgabe erfüllen. Die aktuelle Sonderausstellung zum Thema "Wasser" stellte uns vor die schwere Aufgabe anhand der zahlreichen aufgestapelten Wasserkästen den täglichen pro Kopf Verbrauch in Deutschland an Wasser zu schätzen. Auch wenn wir gerne noch am Industriekulturmuseum geblieben wären hieß es nach einem kleinen Rundgang für uns zur nächsten Etappe aufzubrechen.

 

Es ging zum wunderschönen Jagdschloss Habichtswald. Nachdem die Fahrer genau 17 Sekunden im Kreis fahren sollten (natürlich ohne Stoppuhr) wurden wir bei strahlendem Sonnenschein mit Kaffee, Erfrischungsgetränken und leckeren Brötchen versorgt. Vor der traumhaften Kulisse schmeckt es gleich doppelt gut und wir genossen das herrliche Wetter. Irgendwann mussten wir uns dann doch losreißen und machten uns auf zur insgesamt neunten Etappe der Classic Days. 

 

Die nächste Prüfung wartete am Clubheim des MSC Osnabrück auf uns. Hier galt es Fragen zum legendären Borgloher Bergrennen zu beantworten. Dies fiel uns als langjährigen Fans natürlich leicht und so gab es weitere Karten für uns. Heute galt es nicht Baumaffen zu suchen, sondern durch die Prüfungen möglichst viele Spielkarten zu ergattern um bei der Poker Rallye am Ende das beste Blatt zu haben. Da es nicht auf Baumaffen zu achten galt konnten wir die Fahrt über die Strecke in vollen Zügen genießen und freuten uns über diese schöne Etappe.

 

Als nächstes erreichten wir das Firmengelände von Awigo Gesmold. Hier galt es Müll möglichst schnell und richtig zu sortieren. Nach erfolgreichem Abschluss gab es von den freundlichen Mitarbeitern noch eine Tüte mit kleinen Geschenken. Nun ging es tatsächlich schon los zur letzten Etappe der Classic Days.

 

Wir machen uns auf den Weg zum legendären Hubraum der Firma Wessels und Müller in Osnabrück. Auf dem Firmengelände hatten sich bereits zahlreiche Zuschauer versammelt um sich die letzten Prüfungen anzusehen. Wieder galt es für die Fahrer ihr Können unter Beweis zu stellen und beim Rückwärts fahren ein an der Stoßstange angebrachtes Pendel möglichst genau über einer am Boden befestigten Zielscheibe zu postieren. Wem diese nicht gelang hatte beim Schätzen der historischen Fahrzeuge im Hubraum die letzte Chance sein Kartenblatt zu verbessern.

 

Nun ging es durch die Zielgerade (diese mal ohne Rampe). Wir stellen unser Fahrzeug zu den anderen und freuten uns über das leckere Essen und die kühlen Getränke. Die Sonne strahlte mit den Teilnehmern um die Wette. Aber trotzdem lies es sich wohl kaum jemand entgehen die schönen Fahrzeuge im Inneren des Gebäudes zu bestaunen. Nach der Siegerehrung des heutigen Tages saßen wir gut gelaunt mit den anderen Teilnehmern in der Sonne und ließen die Ereignisse der letzten aufregenden Tage Revue passieren.

 

 

Fazit:

 

Uns hat es persönlich sehr gut gefallen. Wir sind mit der Rallye voll und ganz zufrieden und danken allen Organisatoren, Sponsoren und ganz besonders den gut gelaunten Helfern für drei unvergessliche Tage. Wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr und sind gerne wieder mit dabei. Es wäre schön die netten diesjährigen Teilnehmer wieder zu treffen, aber auch neue Mitfahrer zu begrüßen. Wir können die Classic Days wirklich empfehlen.

 

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